Kritisch

finde ich, wie auch Teile meiner Fraktion, das Ansinnen Gunther von Hagens, seine „Körperwelten“ als Daueraustellung im alten Hallenbad zu präsentieren. Ihm gebührt ohne Frage Anerkennung für die Entwicklung der Plastinationsmethode. Zu Lehr- und Forschungszwecken habe ich auch kein Problem mit der Anwendung dieses Verfahrens. Auch eine plastinierte Raucherlunge zu Anschauungszwecken ergibt für mich Sinn. Aber bei der Mehrheit der Exponate schließe ich mich Rolf Verres und Claus Bartram an, die im RNZ Forum anmerkten, dass „Menschen zu Schauobjekten“ degradiert würden und die Präsentation der Präparate „nicht der Menschenwürde“ entspräche. Diese Bedenken dürfen bei der Entscheidung über die Ausstellung nicht vom Tisch gewischt werden.

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