Tätigkeitsbericht für meine Tätigkeit als Kreisvorsitzender des Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg

Am 3. Oktober 2016 wurde ich in Abwesenheit zum Kreisvorsitzenden des Kreisverbands Rhein-Neckar/Heidelberg gewählt. In Abwesenheit deshalb, weil ich zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus lag. Meine Ziele zu diesem Zeitpunkt waren, den KV wieder auf Kurs zu bekommen und vor allem alte Mitglieder zu reaktivieren sowie neue Mitglieder zu werben, um uns insbesondere für den Kommunalwahlkampf 2019 neu aufzustellen. Dazu wollte ich unter anderem öffentliche Themenstammtische und Infostände veranstalten. Diese Ziele habe ich nicht erreicht. Die Mitgliederentwicklung während meiner Amtszeit war rückläufig, auch wenn es zum Ende noch einige erfreuliche Neuintritte gab. Dazu unten mehr.

Die Gründe für das Scheitern meiner Ziele lagen vor allem in einer sehr langen Krankheitsphase. Rechnete ich zum Zeitpunkt meiner Wahl noch mit einigen Wochen Krankenhausaufenthalt, so wurden daraus am Ende 5 Monate, in denen ich nicht in der Lage war, für den Kreisverband aktiv zu sein. Auch nach dem Ende meines Krankenhausaufenthaltes konnte ich nicht sofort wieder ins Geschehen eingreifen. Vielen Dank an mein Vorstandsteam, das in dieser Zeit die anfallende Arbeit übernahm.

Meine einzige wesentliche Tätigkeit bestand daher im Jahr 2017 in der Organisation und Durchführung des Bundestagswahlkampfes, für den ich auch als Direktkandidat für den Wahlkreis Heidelberg antrat. Es gelang uns, die notwendigen 200 Unterschriften für die Direktkandidatur zu sammeln und so im Bundestagswahlkampf mit einem Kandidaten vor Ort präsent zu sein. In Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern durfte ich erfahren, dass unsere Themen durchaus noch gefragt sind. Das Ergebnis der Wahl war zwar mit ca. 0,4% Erststimmen und ca. 0,6% Zweitstimmen ernüchternd, aber nicht unerwartet. Immerhin haben wir damit ein besseres Zweitstimmenergebnis geholt, als im Bund insgesamt. Ich danke vor allem meinem Vorstandsteam mit Monika Eggers, Leonard Bereska und Theocharis Sarras für ihre Unterstützung beim Sammeln der Unterschriften und für schnelle und unproblematische Beschlüsse, vor allem bezüglich der Finanzierung von Materialien und sonstigen Wahlkampfausgaben. Atari-Frosch, Piratenmitglied aus Düsseldorf, danke ich für die Unterstützung beim Unterschriftensammeln in der Endphase.

Ein besonderes Highlight dieses Bundestagswahlkampfes war der „Pirate Rave“, den wir in Heidelberg als Abschlussveranstaltung durchführten. Mit einem Lastwagen mit Musik von DJs aus der Region fuhren wir vom Ebertplatz durch die Hauptstraße zum Uniplatz und hielten dort eine Kundgebung ab, an der auch unsere Spitzenkandidatin Anja Hirschel mit einer Rede teilnahm. Die Resonanz auf diese Veranstaltung war zwar gering, führte aber am Ende zu einigen Eintritten in den Kreisverband. Ich danke auch hier meinem Vorstandsteam für die unproblematische Genehmigung von Mitteln. Vor allem aber danke ich unserem Neumitglied Marcello Jorizzo, der mit der Idee an uns herantrat und zusammen mit mir die Veranstaltung plante und durchführte und dabei einen sehr großen Anteil der Arbeit übernahm. Last but not least danke ich den DJs und anderen Helfern, die bei der Veranstaltung kostenlos auftraten oder mithalfen. Ich denke, dass solche Veranstaltungen, wenn auch vor allem wegen der Kosten im kleineren Rahmen, auch zukünftig ein geeignetes Mittel zur Mitgliederwerbung sein können. Die Mischung aus Politik- und Musikveranstaltung ist vor allem geeignet, jüngere Menschen anzusprechen. Wir bekamen darüber hinaus vor allem im Bundestagswahlkampf auch einige kleinere Anfragen zu Themen und unseren Plakatmotiven, die ich beantwortete.

Ein Kommentar

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